Einleitung
Die Wahl des richtigen Website-Builders kann eine Herausforderung sein - gibt es doch inzwischen unzählige Optionen auf dem Markt. Zwei von diesen Optionen widme ich mich in diesem Artikel und stelle mir die Frage: Webflow vs Wix - was eignet sich besser für die eigene Website?
Zu Anfang möchte ich Webflow und Wix beide einmal kurz vorstellen:
Webflow - was ist das?
Webflow ist ein visueller Pagebuilder inklusive Hosting, der es einem erlaubt einzigartige, responsive Websites von Grund auf zu bauen, ohne den Code selbst schreiben zu müssen.
Es unterscheidet sich von anderen Page-Buildern dadurch, dass es kein simpler Drag-and-Drop-Baukasten ist, sondern es einem erlaubt, einzelnen Elemente von Grund auf zu gestaltet und zu entwickeln. Layout, Farben, Formen und Animationen können selbst erdacht werden - man ist nicht auf vorgefertigte Module beschränkt.
Was ist Wix?
Wix ist ein Drag-and-Drop Baukastensystem inklusive Hosting, dass es einem erlaubt auf Basis von vorgefertigten Templates und Bausteinen eine Website zu bauen und zu veröffentlichen.
Der Einsatz von Wix benötigt keine Vorkenntnisse um zu starten, eventuell jedoch einen Experten, um die Website im weiteren Verlauf zu optimieren.
Was haben Webflow und Wix gemeinsam
... außer dem Anfangsbuchstaben?
Hier einige Gemeinsamkeiten der Tools aufgelistet (Stand Januar 2025):
- Sowohl Webflow als auch Wix starten mit dem günstigsten Tarif bei etwa 14$ im Monat
- Beide sind visuelle Pagebuilder mit inkludiertem Hosting
- Für beide gibt es vorgefertigte Templates, auf deren Basis man die Website aufbauen kann
Beide bieten:
- ein CMS an, also die Möglichkeit, einen Blog zu führen
- verschiedene Preispläne je nach Anforderungen
- die Möglichkeiten zur Erweiterungen und Einbindung von Drittanbieter-Tools
- die Möglichkeit, die Website auf digitale Endgeräte zu optimieren
- die Möglichkeit, Texte und Bilder im Nachhinein einfach zu ändern
- eine E-Commerce-Lösung ab 29$ im Monat an
Wie man leicht erkennen kann, haben Webflow und Wix einige Gemeinsamkeiten. Man sollte sich aber nicht davon täuschen lassen - denn so ähnlich, wie die beiden Systeme auf den ersten Blick scheinen, so sehr weichen sie auf den zweiten Blick voneinander ab. Womit wir auch schon bei den Unterschieden von Webflow und Wix sind.
Webflow vs. Wix - Die Unterschiede im Basistarif
In der folgenden Tabelle gebe ich einen Überblick über die elementaren Unterschiede im Basistarif.

Überfliegt man diese Tabelle so sieht man, dass in einigen Punkten Wix, in anderen Webflow besser abschneidet. So ist Wix an einigen Stellen im Basistarif eingeschränkter, inkludiert dafür aber von Anfang an die Möglichkeit, einen Blog zu führen. Dies ist in Webflow erst ab dem 23$-Plan möglich.
Webflow richtet sich außerdem nicht an Anfänger. Für Leute, die ihre Website selbst bauen wollen und wenig Ahnung von Websites haben ist eine gewisse Einarbeitungszeit nötig um Webflow zu verwenden - wenn man plant, die Website selbst aufzusetzen.
Wer darüber nachdenkt, die Website erstellen zu lassen und von Individualität und unbegrenzten Möglichkeiten profitieren möchte, für den ist Webflow aufgrund der großen Gestaltungsfreiheit die bessere Alternative. Webflow bietet außerdem umfangreichere Möglichkeiten im SEO-Bereich, schnellere Ladezeiten und die Möglichkeit, Analytics von Anfang an zu nutzen.
Benutzerfreundlichkeit von Webflow vs Wix
Webflow und Wix bieten zwar ähnliche Funktionen, sind aber grundlegend verschieden, wenn es um das Aufsetzen der Website geht. Das nachträgliche Bearbeiten der Bilder und Texte ist in beiden Website-Buildern unkompliziert (Webflow stellt zu diesem Zweck den kinderleicht zu bedienenden Webflow-Editor zur Verfügung.) Beim Aufsetzen der Website richtet sich Wix jedoch eher an Laien, während Webflow komplexer ist und sich eher an Webdesigner und Programmierer richtet oder Leute, die ein bisschen Zeit mitbringen um sich in das Thema einzuarbeiten.
Wix - geeignet für Anfänger
Wix bietet einen einfach zu bedienenden Drag-and-Drop Builder, wodurch es auch Laien möglich ist, eine Website zu bauen. Nutzer können aus ca. 800 Template-Vorlagen wählen und ihre Website auf Basis eines dieser Templates aufsetzen. Klingt gut oder?
Doch Achtung, ein paar Stolperfallen gibt es: Hat man erst einmal ein Design ausgewählt, kann man dieses nicht mehr ändern. Entscheidet man sich später um, muss man von vorne beginnen und den kompletten Inhalt neu einfügen. Außerdem berichten verschiedene Nutzer immer wieder von technischen Fehlern, die vor allem in der mobilen Ansicht auftreten.
Webflow - steile Lernkurve
Webflow hingegen erfordert eine gewisse Einarbeitung, da sich die Benutzeroberfläche an Webdesigner und Programmierer richtet, die ein gewisses Grundverständnis von HTML und CSS haben. Die kostenlose Webflow-University oder ein anderer Webflow-Kurs ist zum Bauen der Seite unabdingbar.
Belohnt werden Website-Besitzer mit unendlichen Möglichkeiten zur Erstellung der eigenen Website - sowohl im Layout-Bereich, als auch was die Animationen der Elemente angeht. Mit Webflow kann man vorgefertigte Templates als Ausgangsbasis nutzen und diese individualisieren, ist aber keineswegs darauf beschränkt. Hier können komplexe Websites von Grund auf gestaltet und umgesetzt werden. Die ausgefallendsten Ideen können so mit Webflow verwirklicht werden.
Neben den zahlreichen integrierten Möglichkeiten zur Umsetzung der eigenen Website, gibt es ebenfalls die Option, eigenen Code zur Website hinzuzufügen und damit (beinahe) jeden Website-Traum möglich zu machen und die Internetseite im Laufe der Zeit immer mehr für die eigenen Bedürfnisse zu perfektionieren.
CMS - Bloggen und mehr mit Webflow vs Wix
CMS (Content Management System) ist die Bezeichnung für das dynamische System, dass es einem erlaubt, regelmäßig Inhalte auf der Website zu veröffentlichen. Das bekannteste Beispiel hierfür ist der Blog. Er ermöglicht es, regemäßig und unkompliziert neue Inhalte in Form von Blogartikeln auf der eigenen Internetseite zu veröffentlichen.
Wie anfangs erwähnt, ist ein CMS in Webflow erst in der 23$-Lösung inklusive. Hat man Wix gewählt, kann man schon im günstigsten Tarif mit einem einfachen Blog starten.
Möchte man das CMS auch nutzen, um andere Inhalte bequem zu veröffentlichen - zum Beispiel Stellenausschreibungen oder Bewertungen - dann bietet Webflow in der 23$-Variante eine starke Möglichkeit dies zu tun. Das einfach zu bedienende CMS von Webflow erlaubt es einem, 20 unterschiedliche Listen anzulegen - Stellenausschreibungen wäre dann zum Beispiel eine, ein Blog eine andere Liste - und 2000 dynamische Artikel in diesen Listen zu veröffentlichen.

Die Ladegeschwindigkeit von Webflow vs Wix
Jetzt wird es technisch - Die Ladegeschwindigkeit der Seite ist ein wichtiger Punkt, wenn es um Nutzerfreundlichkeit und Ranking der Website in den Google-Suchergebnissen geht. Denn Nutzer springen schnell ab, wenn die Seite zu lange zum Laden braucht. Das sorgt nicht nur dafür, dass weniger Leute die Website überhaupt besuchen, sondern führt auch dazu, dass Google die Seite schlechter rankt und diese im schlimmsten Fall gar nicht mehr von Google-Nutzern angeklickt wird.

Wenn es um Ladegeschwindigkeit geht, ist Webflow ganz klarer Sieger. Webflow-Seiten liefern einen sauberen Code, wodurch sich die Ladezeiten drastisch reduzieren. Außerdem bietet es die eingebaute Möglichkeit, hochgeladene Bilder zu optimieren.
Wix-Websites werden dank des aufgeblähten Codes langsamer gerendert, was sich negativ auf die Ladezeit auswirkt. Auch wenn man Experte ist und weiß an welchen Schrauben man drehen muss - an Webflow-Websites werden Wix-Seiten wenn es um die Ladegeschwindigkeit geht nicht herankommen.
Fazit: Webflow vs Wix - für wen ist was geeignet?
Zusammengefasst kann man sagen, dass Webflow und Wix unterschiedliche Zielgruppen bedienen. So richtet sich Wix an Privatleute und kleine Unternehmen, die einfach erstmal starten (und experimentieren) wollen und eine gewisse Freude am „Website basteln“ mitbringen. Webflow dagegen richtet sich an Leute, die größere Ansprüche an Performance und Design haben und auch bereit sind, sich entweder in das Thema Webflow einzuarbeiten oder einen Webdesigner zu beauftragen.